Als Supernurse mache ich mich gemeinsam mit meiner Freundin Laura die aus der HF Zeit kenne, auf den Weg nach Nairobi, Kenia dies von Zürich aus. In Kenia werden wir 4 Wochen verbringen. Gespannt und voller Vorfreude startet wir unser gemeinsames Abendteuer.
Ich habe mir als Supernurse vorgenommen, in die Kultur von Afrika einzutauchen und in dieser Zeit einen Teil davon zu werden. Weiter möchte ich mit meinem Fachwissen den Menschen in Afrika helfen wo ich kann. Natürlich verbinde ich dies mit dem Reisen, was ich schon länger tun wollte.
Am 7.4.2026 ab Zürich über Amsterdam, da es keinen direkt Flug gab
Nairobi, Jomo Kenyatta International Airport.
Für die Reise nach Kenia mit SuperNurse musste ich ein Visum beantragen sowie auch ein internationaler Impfausweis und Reisepass. Dies ging jedoch alles sehr ring und einfach. Die Angaben für das Visum kamen von SuperNurse direkt und ich hatte gar nicht mehr viel zu tun.
Ich musste eine Gelbfieberimpfung machen sowie Tollwut, Meningitis, und Tetanus. Zudem nehme ich als Malariaprophylaxe 1x täglich eine Tablette. Für dies ging ich, in die Reiseberatung ins Luzerner Kantonsspital und die erledigten dies einwandfrei.
Die aktuellen Einreisebestimmungen für nach Kenia sind für mich als Schweizerin wie folgt: man benötigt theoretisch kein Visum für touristische Zwecke, müssen jedoch eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) beantragen, die vor der Reise online erhältlich ist. Natürlich einen Reisepass ist erforderlich. Die Gelbfieberimpfung bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet muss ein Nachweis über eine gültige Gelbfieberimpfung erbracht werden.
Ich hatte keine grossen Dinge die ich erledigen musste, kleine Dinge wie alle Rechnungen bezahlen oder die Steuern bereits ausfüllen ansonsten hatte ich jedoch keine dringenden To Do's. Ich habe natürlich alle meine Freunde und Familie informiert und mich dann auch von ihnen herzlich verabschiedet.
Einige Dinge, ich habe extra einen grossen Rucksack organisiert der praktisch zu transportieren ist dort befinden sich Kleider, Geschenke für die Gastfamilie, einige Notfallmedikamente, Schlafsack und natürlich ein super Safari Outfit, wichtig natürlich auch Mückenspary wie einen Reiseadapter für den Strom.
Am meisten freue ich mich die Kultur wie die Menschen von Kenia kennenzulernen ich war noch nie auf dem Kontinent Afrika und ich freue mich sehr eine völlig andere Kultur kennen zu lernen. Ich sehe dies als Neue Herausforderung und Chance mit unserem Fachwissen zu helfen.
Am meisten Angst habe ich, dass irgendwas mit dem Flug nicht klappt und wir allenfalls nicht zur korrekten Zeit ankommen oder dass das Gepäck auch irgendwo verloren geht, oder etwas mit den Reisedokumenten nicht übereinstimmt. Also habe ich etwas Angst vor den Situationen im Spital, da ich ein sehr emotionaler Mensch bin und allenfalls Dinge mir zu nahe gehn.
Ich stelle mir das Abenteuer Supernurse unglaublich toll, lehrreich und bereichernd für mein weiteres Leben vor. Ich denke man lernt sehr viel über die Menschen dort und auch wie sie leben und ich kann einiges dann auch wieder zurück in die Schweiz mitnehmen.
Es lief alles problemlos, von Zürich ging es Richtung Amsterdam dort noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle und Passkontrolle. Der Flug nach Nairobi ging dann ca. 8.5h und war sehr ruhig. Entweder haben wir Filme geschaut, geschlafen oder da wir zu zweit waren uns gut unterhalten. Wir flogen mit KLM was sehr angenehm war.
Es gab absolut keine Probleme, wir mussten das Visum vorlegen und einige Fingerabdrücke abgeben, dann konnten wir auch schon unser Gepäck abholen welches auch schon ankam. Mit diesem mussten wir nochmals durch eine Sicherheitskontrolle. Wir haben alle Dokumente nochmals in Papier ausgedruckt, so ging es sehr einfach.
Josh kam uns abholen am Flughafen, wir mussten ein wenig suchen haben ihn dann jedoch gefunden. Er er führte uns dann zu seinem Auto und fuhr uns zu unserer Gastmom. Die Fahrt dorthin war sehr eindrücklich da der Verkehr schon ganz anders ist.
Die ersten Begegnungen waren sehr herzlich, auch mit Josh unserem Fahrer welcher uns sehr freundlich willkommen geheissen hat. Das herzliche Willkommen ging dann bei Angela unserer Gastmom so weiter, sie zeigte uns unser Zimmer und dann auch Küche etc. da noch andere Volunteers da waren von Deutschland sprachen wir anschliessend mit ihnen noch einige Zeit was auch sehr schön war. Da sie uns bereits einiges erzählen konnten von den Projekten.

Am Anfang hatte ich einen kleinen Kulturschock mit den Häusern, super ist jedoch wir haben ein bequemes Bett mit einer Matratze und auch fliessend warmes Wasser für die Dusche. Die erste nacht haben wir also gut geschlafen.
Die Küche war auch perfekt ausgestattet mit Kühlschrank, Toaster, Gasherd etc. wie auch die Einkaufsmöglichkeiten die in 5min zu Fuss erreichbar sind.
Es ist halt nicht so sauber und ordentlich wie der Schweizer Standart, dies ist etwas gewöhnlich. Man merkt jedoch schnell, das dies nur Luxusprobleme sind und man gewöhnt sich schnell daran. Weiter hatten wir öfters Stromausfall für einige Zeit, jedoch kam der Strom immer wieder zurück.
Zu der Zeit als wir da waren, waren noch andere Voltuneers untergebracht unteranderem einige Deutsche was schön war zu kommunizieren. Unsere Gastmom Angela ist sehr herzlich und lieb, sie war immer für uns da und hat gefragt wie es uns geht und möchte nur das beste für uns, auch wenn wir am Wochenende unterwegs waren, hat sie immer nach uns gefragt via Wahtsapp. Wir fühlten uns sehr sehr wohl. Bezüglich Essen, dies war auch kein Problem, ich war ein wenig heikel betreffend Fleisch, dies war jedoch kein Problem, sie kochten viel vegetarisch mit Gemüse und Reis.

Sie arbeiten im Krankenhaus sehr eng und flexibel im Team, jeder hat wie verschiedene Bereiche abzudecken zum Beispiel Stationär, Ambulant, Apotheke, Empfang etc. dies fand ich sehr spannend, da es nicht langweilig ist und man aus verschiedenen Bereichen Erfahrungen sammeln kann.
Man ist mit den Patienten auf einer sehr schönen Ebene, keine Patienten Arzt Beziehung was ich ebenfalls toll finde.
Es ist alles noch auf Papier, keine Computer oder kein online Patientenkardex wie bei uns zu Hause. Daher geht alles sehr viel länger und braucht Zeit. Die Sprache ist auch ein wenig schwierig, da nicht alle Englisch sprechen. Ich fand es auch schwierig, da man wie keine richtigen Arbeiten bekam von den Krankenschwestern und Ärzten oft mussten wir uns die Arbeit ein wenig selber beschaffen, als wir dann jedoch noch das Spital in ein Slum wechselten, war dies deutlich besser und wir durften mehr Tätigkeiten übernehmen.
Alle sind sehr offen und freundlich, nehmen einen auf ohne weiteres was sehr sehr schön ist. Man fühlt sich somit auch schnell wohl und nicht fremd.
Alles wird erklärt und man kann jederzeit nachfragen was auch sehr toll ist.







An den Wochenenden gingen wir die Stadt Nairobi erkunden wie auch Aktivitäten wie eine Safari, Mehrtagesausflüge nach Mombasa oder auch die Zeit zum entspannen, mit Familie und Freunden zu telefonieren wie auch Zeit mit der Gastfamilie zum Beispiel den anderen Volunteers zu verbringen so gingen wir jeweils am Mittwoch als Gastfamilie in Fitness. Am Abend nach der Arbeit war meist nicht mehr so viel zu tun, manchmal haben wir noch Wäsche gewaschen oder einfach ein wenig gechillt.
Am liebsten machten wir eine Safari oder auch das Rooftop in Nairobi ist sehr empfehlenswert da hat man einen super Überblick über die verschiedenen Gebäude in der Stadt, wie auch die verschiedenen Märkte. Auch die Natur wie das Hells Gate in Nairobi war sehr eindrücklich zu sehn.
Am meisten haben wir privat den Uber genutzt, da wir damit einfach schnell an unsere Ziele kamen manchmal auch ein Töffuber (Boda) dass war jedoch bei diesem Verkehr manchmal ein wenig verrückt.
Mit den Matatus sind wir jeweils zur Arbeit gefahren diese Fahrten, mit den Matatus sind jedoch einmalig. Überall läuft Musik und man hat die Gelegenheit mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Die Matatus haben jedoch keine richtigen Haltestellen wie die Busse bei uns, daher muss man genau wissen welchen Matatu man nehmen muss und sich genau merken wo man ein- oder aussteigen muss. Dies war eine crazy Erfahrung.
Da wir eine E-Sim hatten, haben wir überall sehr gutes Internet zu Hause bei der Gastmom sogar WLAN, daher hatten wir eigentlich überall in Kenia internet und konnten mit unseren Freunden und Familien kommunizieren.
Wir gingen, hier leider nicht so viel aus da wie uns nicht so sicher gefühlt haben alleine, beim Wochenende trip in Mombasa war jedoch die Hotelbar super. Am besten geht man mit der Gastfamilie aus, da diese am besten wissen wo es gut ist.
Wir gingen nach Mombasa ans Meer, dies war eine Abkühlung, wie auch das Hotelpool dort, Ansonsten haben wir leider keine grossen Bademöglichkeiten gehabt. Die Dusche zu hause war jedoch auch eine Abkühlung.
Ehrlich gesagt bei unserer Gastmom Angela, sie hat lokal jedoch auch Essen welches wir von zu Hause kennen gekocht. Wir haben es gliebt vorallem Mandazi und Chapati was typisch Kenia war. Im Spital gab es auch viel lokales Essen wie zum Beispiel Ugali was wir auch gerne assen.



Meine Tätigkeiten als Supernurse waren in zwei unterschiedlichen Spitälern darunter eines im Slum die Tätigkeiten waren, unterstützen bei Geburten, Arztvisiten, Tätigkeiten wie Blutdruck, Puls oder Blutzucker messen. Viele Babys wiegen, messen und impfen. Medikamente verabreichen intravenös oder per os. Also allerhand Tätigkeiten wie zu Hause auch.





Ich hatte keine grossen Erwartungen, eigentlich nur dass wir einen Einblick in eine andere Kultur und in ein anders Tätigkeitenfeld hier im Spital bekamen. Dies wurde definitiv erfüllt und war eine sehr lehrreiche, spannende, herzensgute Erfahrung die ich gerne weiterempfehle. Man kann dabei über seine Grenzen wachsen wie die Komfortzone verlassen und in eine herzliche Kultur eintauchen.
Viele Erfahrungen, im Bereich der Pflege jedoch auch der lebensweise hier, dass es auch einfacher geht und die Menschen glücklich sind. Besonders nehme ich auch die Offenheit gegenüber uns "Ausländer" hier mit die freundliche, herzliche Kultur hat mich sehr inspiriert und möchte ich zu Hause gerne ein Stück mehr in meinen Alltag integrieren.
Zu Beginn war alles halt ganz anders als zu Hause in einem sauberen, sterilen Spital zu arbeiten. Dies ist hier nicht der Fall, spannend war jedoch wie schnell man sich an die Umstände gewöhnt und es plötzlich normal ist. Dies hat mir sehr gefallen und ist eine wertvolle Erfahrung. Zudem haben wir so viel Herzlichkeit und Offenheit empfangen, sodass ich mich immer sehr wohl gefühlt. Die Lebensweise von Kenia nicht mit unserem Lebensstil in der Schweiz zu vergleichen, Sie leben mit mehr Energie, obwohl sie deutlich weniger besitzen als wir. Bei der Arbeit und auch sonst herrscht das Motto: Pole Pole.
Wie oben schon gesagt, die Offenheit der Menschen hier, beeindruckt hat mich auch mit wie einfachen Mitteln man im medizinischen Bereich arbeiten kann zum Beispiel war ein Handschuh auf einmal ein Stauschlauch für Blutentnahmen etc. Dies hat mich sehr beeindruckt.
Eher negativ war für mich die Händehygiene, die da praktisch nicht vorhanden war, an dies musste ich mich auch zuerst sehr gewöhnen. Schwer fand ich zu Beginn, das die Kompetenzen von uns niemand wusste, wir mussten sehr viel Eigeninitiative ergreifen um an unsere Tätigkeiten zu kommen. Zudem herrschte auch im Spital oft Pole Pole, was für uns manchmal schwierig war da es "nicht so viel zu tun gab" was wir uns von zu Hause anders gewohnt sind. Oft hätte ich gerne mehr getan und mitgeholfen