Als Supernurse mache ich mich gemeinsam mit meiner Reisepartnerin Gianna auf den Weg nach Kenia, genauer gesagt nach Nairobi. Unsere Reise beginnt in Basel, von wo aus wir mit dem Zug zum Flughafen Zürich fahren. Anschliessend fliegen wir von Zürich nach Frankfurt und von dort weiter nach Nairobi.
Bereits die Anreise ist für mich ein spannender Teil des Abenteuers. Es ist meine erste Reise nach Kenia, weshalb die Vorfreude auf das, was uns erwartet, besonders gross ist.
Mein Ziel während dieses Einsatzes ist es, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln und die Arbeitsweise, die Kultur sowie das Gesundheitssystem vor Ort kennenzulernen. Besonders interessiert mich, wie die Pflege und die medizinische Versorgung in den kenianischen Spitälern organisiert sind und welche Herausforderungen der Alltag für die Mitarbeitenden mit sich bringt.
Gleichzeitig möchte ich mein eigenes Wissen und meine Erfahrungen als diplomierte Pflegefachfrau einbringen, falls dies gewünscht ist. Ich sehe diesen Einsatz als gegenseitigen Austausch, ein Geben und Nehmen, bei dem beide Seiten voneinander lernen und profitieren können.
Wir sind vom Flughafen Zürich aus nach Frankfurt und dann von Frankfurt aus weiter.
Nairobi (Jomo Kenyatta International)
Für die Einreise nach Kenia musste ich eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA) beantragen. Dafür benötigte ich unter anderem ein Einladungsschreiben (Invitation Letter), welches durch die Partnerorganisation CIVS ausgestellt wurde. Ich benötigte ausserdem einen gültigen Reisepass. Dabei musste ich darauf achten, dass dieser zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
Supernurse stellte uns eine detaillierte Anleitung zur Verfügung, die Schritt für Schritt erklärte, wie die Beantragung funktioniert. Beim ersten Versuch hatte ich aufgrund eines technischen Problems Schwierigkeiten mit dem Antrag. Nach einer erneuten Eingabe funktionierte jedoch alles problemlos und ich erhielt die erforderliche Genehmigung.
Wir hatten einen Beratungstermin beim Tropeninstitut vor der Reise.
Ich musste dabei verschiedene Impfungen überprüfen und auffrischen lassen.
Folgende Impfungen wurden mir für meinen Aufenthalt empfohlen:
-Gelbfieberimpfung
-Hepatitis A
-Hepatitis B (bereits vorhanden, da diese als Pflegefachfrau empfohlen bzw. oft vorausgesetzt wird)
-Meningokokken-Impfung
-Tollwut-Impfung (Grundimmunisierung mit mehreren Dosen)
Zusätzlich informierte ich mich über weitere gesundheitliche Vorsichtsmassnahmen und stellte sicher, dass ich für den Aufenthalt medizinisch gut vorbereitet bin.
Bei der Einreise nach Kenia ist es wichtig, sich als Tourist anzumelden. Freiwilligenarbeit wird nicht immer als eigenständiger Aufenthaltszweck anerkannt.
Ausserdem gilt in Kenia ein strenges Verbot für viele Einweg-Plastiktüten. Daher sollte man darauf achten, keine Plastiksäcke mitzuführen und stattdessen wiederverwendbare Taschen zu verwenden.
Vor der Abreise wollte ich alle wichtigen organisatorischen Angelegenheiten erledigt haben, damit ich die Zeit in Kenia unbeschwert geniessen kann.
Dazu gehörte:
-die Ferien mit meinem Arbeitgeber zu planen und zu bestätigen
-Termine noch vor der Reise wahrzunehmen
-offene Rechnungen zu bezahlen
-meine Wohnung gründlich putzen
-eine Vertrauensperson zu organisieren, die während meiner Abwesenheit den Briefkasten leert und gelegentlich nachschaut
Für meinen Aufenthalt habe ich meinen Koffer sorgfältig gepackt.
Darin befinden sich:
-ausreichend Kleidung und Wechselkleider
leichte und dem Klima angepasste Kleidung
-Toilettenartikel und Kosmetikprodukte
-Badetücher
-persönliche Dokumente
-Ladegeräte und wichtige elektronische Geräte
Ausserdem habe ich eine kleine Reiseapotheke zusammengestellt. Diese enthält unter anderem Medikamente gegen Schmerzen, Fieber, Malariaprophylaxe, Magen-Darm-Beschwerden sowie weitere wichtige Medikamente für Notfälle.
Zum Schutz vor Mücken habe ich zusätzlich Antibrumm sowie Nobite-Spray eingepackt.
Wir wollten auch kleine Geschenke mitnehmen, deshalb haben wir für unsere Gastfamilie, die Mitarbeitenden von CIVS, das Personal im Spital sowie für einige der kleinen Patientinnen und Patienten Kleinigkeiten eingekauft.
Am meisten freue ich mich darauf, ein neues Land kennenzulernen und in eine andere Kultur einzutauchen. Ich bin gespannt auf die Menschen, das Essen, die Landschaften und die Lebensweise vor Ort.
Besonders interessiert mich aber auch der Arbeitsalltag im Spital. Ich möchte erleben, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es im Vergleich zur Schweiz gibt und wie Herausforderungen im Gesundheitswesen mit den vorhandenen Ressourcen gelöst werden.
Ich freue mich darauf, Neues zu lernen, meinen Horizont zu erweitern und viele wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Die grösste Sorge vor der Reise ist, dass meine Reisepartnerin oder ich während des Aufenthalts krank werden könnten. Ansonsten empfinde ich jedoch nur wenig Angst, es ist eher das ich Respekt des Unwissens habe.
Ich sehe das Ungewisse aber eher als Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und persönlich zu wachsen.
Zusätzlich gibt mir die Unterstützung von Supernurse Sicherheit. Uns wurde mehrfach vermittelt, dass wir uns jederzeit melden können, falls wir Hilfe oder Unterstützung benötigen. Dies nimmt mir bereits im Vorfeld viele Unsicherheiten.
Ich gehe davon aus, dass es viele Unterschiede zwischen dem Gesundheitswesen in der Schweiz und in Kenia geben wird. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir voneinander lernen können.
Ich hoffe, dass dieser Einsatz nicht nur mein fachliches Wissen erweitert, sondern mir auch neue kulturelle Perspektiven eröffnet. Besonders gespannt bin ich darauf zu sehen, wie die Pflege unter anderen Bedingungen funktioniert und welche kreativen Lösungen gefunden werden, wenn weniger Ressourcen zur Verfügung stehen.
Ich wünsche mir, offen auf neue Menschen und Erfahrungen zuzugehen und mit vielen wertvollen Eindrücken nach Hause zurückzukehren. Mein Ziel ist es, sowohl fachlich als auch persönlich an diesem Abenteuer zu wachsen und unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen.


Die beiden Flüge verliefen insgesamt sehr angenehm und ohne Probleme. Sowohl der Flug von Zürich nach Frankfurt als auch der Weiterflug nach Nairobi waren ruhig und gut organisiert. Auch das Essen an Bord war gut.
Besonders angenehm war, dass wir genügend Zeit zum Umsteigen hatten. Wir mussten weder hetzen noch lange auf den nächsten Flug warten. Dadurch verlief die Reise entspannt und stressfrei, was für einen guten Start in unser Abenteuer sorgte.
Bei der Einreise nach Kenia hatten wir keinerlei Schwierigkeiten. Im Vorfeld wurde uns empfohlen, bei allfälligen Fragen anzugeben, dass wir als Touristen einreisen, da Freiwilligenarbeit in Kenia nicht immer offiziell als eigener Aufenthaltszweck anerkannt wird.
Letztendlich wurden wir jedoch gar nicht danach gefragt. Bei der Passkontrolle wurde lediglich unser Reisepass überprüft, ein Einreisestempel angebracht und unsere Fingerabdrücke erfasst. Danach konnten wir problemlos einreisen.
Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, machten wir uns auf die Suche nach unserem Fahrer Josh. Zunächst war dies etwas überwältigend, da sich vor dem Flughafen sehr viele Menschen befanden, die Reisende ansprachen oder ihre Hilfe anboten.
Nach kurzer Zeit entdeckten wir Josh jedoch und konnten ihn problemlos finden. Während der Fahrt zu unserer Gastfamilie erzählte er uns viel über Nairobi und das Leben in Kenia. Dadurch erhielten wir bereits auf dem Weg einen ersten spannenden Einblick in das Land und seine Kultur. Josh war sehr freundlich, offen und hilfsbereit, weshalb wir uns von Anfang an wohlfühlten.
Nach der langen Reise wurden wir von unserer Gastmutter Angela sehr herzlich empfangen. Sie begrüsste uns mit offenen Armen und sorgte direkt dafür, dass wir uns willkommen fühlten. Sie zeigte uns das Haus, erklärte uns die wichtigsten Abläufe und nahm sich Zeit, unsere Fragen zu beantworten.
Obwohl wir uns in einem fremden Land und einer neuen Umgebung befanden, fühlte ich mich direkt von Anfang an gut aufgehoben.
Das Haus von Angela hat mir sehr gut gefallen. Es verfügt über mehrere separate Schlafzimmer, sodass jeder genügend Privatsphäre hat. Ausserdem gibt es eine Küche mit Kühlschrank, in dem wir unsere eigenen Lebensmittel aufbewahren konnten. Besonders geschätzt habe ich den gemütlichen Wohn- und Essbereich, in dem wir Volunteers gemeinsam Zeit verbringen, uns austauschen und die Erlebnisse des Tages teilen konnten.
Ein weiterer grosser Vorteil war die Lage unseres Zuhause, denn das Büro von CIVS war von dort aus in weniger als zehn Minuten zu Fuss erreichbar.
In den ersten Tagen hatten wir kein warmes Wasser zum Duschen. Nachdem wir Angela darauf aufmerksam gemacht hatten, organisierte sie jedoch schnell jemanden, der das Problem reparierte.
Etwas herausfordernd fand ich gegen Ende unseres Aufenthalts die grosse Anzahl an Volunteers im Haus. Zeitweise waren wir insgesamt elf Personen. Obwohl dies viele spannende Begegnungen und interessante Gespräche ermöglichte, war es für mich manchmal etwas zu viel und ich hätte manchmal etwas mehr Ruhe gewünscht.
Angela ist eine sehr herzliche, fürsorgliche und humorvolle Gastmutter. Schon ab dem ersten Tag vermittelte sie uns das Gefühl, willkommen zu sein. Durch ihre offene und liebevolle Art fühlte sich ihr Zuhause schnell auch ein wenig wie unser Zuhause an.
Nach einem langen Tag freute ich mich immer darauf, am Abend zurückzukehren und mit den anderen Volunteers gemeinsam zu essen. Angela kochte jeden Abend frische und leckere Mahlzeiten für uns.
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Mandazis, ein traditionelles kenianisches Gebäck, das Angela uns am Morgen oft frisch mitbrachte.
Insgesamt bin ich sehr dankbar für die Zeit bei Angela. Ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich während meines Aufenthalts in Kenia wohl und gut aufgehoben gefühlt habe.






Unser erster Einsatzort war das Mikulizini Hospital. Dort hat mir besonders gefallen, dass wir sehr viele neue Eindrücke sammeln und viel lernen konnten. Wir hatten die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen kennenzulernen und den Arbeitsalltag im Spital hautnah mitzuerleben.
Ein besonderes Erlebnis war für mich die Begleitung einer Geburt. Da ich zuvor noch nie bei einer Geburt dabei gewesen war, war dies eine sehr spannende und lehrreiche Erfahrung. Gleichzeitig erlebten wir auch schwierige und emotionale Situationen, wie beispielsweise eine Fehlgeburt oder den Tod eines Neugeborenen.
Positiv fand ich ausserdem, dass wir den Arbeitsweg selbstständig mit den Matatus (öffentlichen Kleinbussen) zurücklegen konnten. Dadurch lernten wir auch den Alltag und das Verkehrsleben in Nairobi besser kennen.
Während unseres Aufenthalts arbeiteten wir zudem drei Tage im MMM-Spital im Mukuru-Slum. Obwohl die Zeit dort relativ kurz war, fiel uns sofort auf, dass vieles sehr gut organisiert war. Bereits am ersten Tag wurden uns sämtliche Stationen, Bereiche und Mitarbeitenden vorgestellt. Dadurch konnten wir uns schnell orientieren und wussten jederzeit, an wen wir uns wenden konnten.
Im Mikulizini Hospital hätte ich mir zu Beginn eine ausführlichere Einführung gewünscht. Es wäre hilfreich gewesen, wenn wir dem Team offiziell vorgestellt worden wären und man uns gezeigt hätte, wo sich die verschiedenen Materialien, Räume und Abteilungen befinden.
Teilweise war es auch schwierig, den morgendlichen Visiten zu folgen. Je nach Arzt und Station fanden diese grösstenteils auf Swahili statt. Dadurch konnten wir nicht immer alles verstehen. Gleichzeitig mussten wir aufmerksam bleiben, da einige Ärzte uns während der Visite auch Fragen stellten oder unsere Meinung einholen wollten.
Manchmal war zudem unklar, auf welcher Station oder in welchem Bereich wir gerade eingesetzt werden sollten, da keine feste Tagesplanung für uns vorhanden war. Wenn wir jedoch aktiv nachfragten, wurde uns jeweils ein Bereich zugewiesen.
Im MMM-Spital war die Organisation zwar strukturierter, dafür waren wir bei der Anreise auf einen Boda-Boda-Fahrer (Motorradtaxi) angewiesen. Dadurch waren wir weniger flexibel als während unseres Einsatzes im Mikulizini Hospital.
Das Team im Mikulizini Hospital war grösstenteils sehr offen, freundlich und kommunikativ. Wenn wir Fragen stellten oder darum baten, bei bestimmten Tätigkeiten zuzusehen, wurde uns dies meist gerne ermöglicht. Viele Mitarbeitende nahmen sich Zeit, uns Abläufe zu erklären und uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Dadurch fühlten wir uns willkommen und konnten viele interessante Erfahrungen sammeln.
Auch das Team im MMM-Spital war grundsätzlich freundlich und hilfsbereit. Persönlich fühlte ich mich dort jedoch etwas weniger wohl als im Mikulizini Hospital. Dies lag vor allem daran, dass die zwischenmenschliche Atmosphäre für mich weniger passend war.
Zudem gab es dort einen Mitarbeitenden, der wiederholt unangemessene und teilweise grenzüberschreitende Bemerkungen gegenüber uns machte. Dies führte dazu, dass wir uns in gewissen Situationen unwohl fühlten. Nachdem wir dies dem CIVS gemeldet hatten, wurde unser Anliegen ernst genommen und es wurde rasch darauf reagiert.
Trotz dieser Erfahrungen bin ich dankbar für die Einblicke, die ich an beiden Einsatzorten gewinnen durfte. Beide Spitäler haben mir unterschiedliche Perspektiven auf das kenianische Gesundheitswesen vermittelt und meinen Horizont erweitert.



In unserer Freizeit haben wir viele verschiedene Stadtteile von Nairobi erkundet. Dabei besuchten wir zahlreiche Restaurants, Cafés und lokale Märkte. Besonders spannend fand ich es, die unterschiedlichen Seiten der Stadt kennenzulernen und das alltägliche Leben der Menschen zu beobachten.
An den Wochenenden unternahmen wir verschiedene Ausflüge. Ein absolutes Highlight war unsere dreitägige Safari in der Masai Mara. Die beeindruckende Landschaft und die Möglichkeit, wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, machten dieses Erlebnis unvergesslich.
Ausserdem verbrachten wir einige Tage in Mombasa beziehungsweise am Diani Beach. Dort konnten wir uns vom Spitalalltag erholen, die Küste geniessen und die wunderschöne Umgebung erkunden.
Ein weiteres besonderes Erlebnis war der Besuch eines Fussballspiels. Die Stimmung im Stadion und die Begeisterung der Zuschauer waren beeindruckend und gaben uns einen weiteren Einblick in die kenianische Kultur.
Zu meinen persönlichen Highlights gehört der KICC Tower in Nairobi. Von dort aus hat man einen beeindruckenden Blick über die gesamte Stadt und erhält einen guten Eindruck davon, wie Nairobi aufgebaut ist.
Natürlich zählt auch die Safari in der Masai Mara zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen meiner Reise. Die Tierwelt und die Weite der Landschaft haben mich sehr beeindruckt.
Was mir ebenfalls besonders gefallen hat, war das Herumfahren mit den Matatus. Dadurch konnte ich die verschiedenen Stadtteile Nairobis kennenlernen. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter und zeigt auf eindrückliche Weise, wie vielseitig und kontrastreich die Stadt ist.
Während unseres Einsatzes im Mikulizini Hospital nutzten wir hauptsächlich die Matatus, die in Nairobi ein wichtiges und weit verbreitetes Verkehrsmittel darstellen.
Für private Ausflüge und Aktivitäten waren wir grösstenteils mit Uber unterwegs. Dies war eine einfache, sichere und praktische Möglichkeit, um sich in der Stadt fortzubewegen.
Während unseres Einsatzes im MMM wurden wir von einem durch CIVS organisierten Boda-Boda-Fahrer (Motorradtaxi) zur Arbeitsstelle gebracht und wieder abgeholt.
In unserem Zuhause bei Angela verfügten wir über ein sehr gutes WLAN, das zuverlässig funktionierte und uns jederzeit den Kontakt mit Familie und Freunden ermöglichte.
Zu Beginn unseres Aufenthalts besuchten wir gemeinsam mit CIVS einen Safaricom-Shop, wo wir eine lokale SIM-Karte erhielten. Anfangs gab es zwar technische Schwierigkeiten bei der Aktivierung, diese konnten jedoch rasch behoben werden. Danach funktionierten die mobilen Daten während des gesamten Aufenthalts sehr gut.
In Nairobi:
Ignite in Buruburu – freundliches Personal und eine angenehme Atmosphäre
Dijo Café & Lounge – ein schönes Rooftop-Restaurant mit Bar in Westlands
The Alchemist – beliebter Treffpunkt mit Bars, Musik und Nachtleben in Westlands
In Diani:
Funky Monkey – gute Atmosphäre und leckeres Essen
Ocean Avenue – besonders empfehlenswert für Karaoke
Am besten gefallen hat mir der Galu Beach in Diani. Der helle Sandstrand, das warme türkisfarbene Wasser und die entspannte Atmosphäre machten diesen Ort zu einem perfekten Platz zum Erholen.
Besonders schön fand ich die vielen Muscheln am Strand und die Möglichkeit, lange Spaziergänge am Meer zu machen. Etwas schwierig war es teilweise, freie Sonnenliegen zu finden, die man mieten konnte. Trotzdem war der Strand für mich einer der schönsten Orte während der gesamten Reise.
In Nairobi:
Beit e Selam
Cotton Tree – ein vietnamesisches Restaurant mit wunderschönem Garten und Aussenbereich
Matbronze Café – gemütliche Atmosphäre und gutes Essen
In Diani:
Nomad Beach Bar & Restaurant – wunderschöne Lage direkt am Meer und leckeres Essen
Cave Restaurant – einzigartiges Restaurant in einer Grotte mit gutem Essen
Pallet Café – gemütliches Café direkt am Strand






Während meines Einsatzes als Supernurse durfte ich in verschiedenen Bereichen des Spitals mitarbeiten und viele spannende Erfahrungen sammeln.
Zu meinen Aufgaben gehörte unter anderem das Impfen, Wiegen und Messen von Babys. Die erhobenen Daten wurden anschliessend sorgfältig dokumentiert und in die Gesundheitshefte der Kinder eingetragen.
Besonders interessant fand ich die Schwangerschaftsvorsorge. Dort lernte ich, wie die Lage des Babys durch das Abtasten des Bauches beurteilt werden kann. Die Mitarbeitenden zeigten mir, wie man den Kopf und den Rücken des Kindes ertasten sowie die Herztöne des ungeborenen Babys abhören kann. Zudem erhielt ich Einblicke darin, wie anhand der Grösse des Bauches und weiterer Untersuchungen die Schwangerschaftswoche eingeschätzt wird.
Darüber hinaus durfte ich Medikamente verabreichen und die Abläufe im Injektionszimmer kennenlernen. Ebenfalls erhielt ich Einblicke in den Geburtssaal und konnte dort wertvolle Erfahrungen sammeln. Ein besonderes Highlight war die Begleitung einer Geburt, die für mich eine sehr eindrückliche und lehrreiche Erfahrung darstellte.
Ausserdem nahm ich regelmässig an den morgendlichen Visiten teil. Dabei konnte ich beobachten, wie Patientinnen und Patienten beurteilt, Behandlungen geplant und wichtige Entscheidungen im interprofessionellen Team getroffen werden.
Insgesamt ermöglichten mir diese vielfältigen Tätigkeiten einen umfassenden Einblick in den Arbeitsalltag des kenianischen Gesundheitswesens. Ich konnte sowohl mein pflegerisches Wissen erweitern als auch viele neue praktische Erfahrungen sammeln.
Meine Erwartungen wurden erfüllt. Allerdings bin ich mit bewusst nicht allzu vielen Erwartungen nach Kenia gereist, da ich nicht genau wusste, was mich dort erwarten würde. Dadurch konnte ich mich offen auf alles einlassen.
Insgesamt hat mir Kenia sehr gut gefallen. Besonders in Nairobi und vor allem im Stadtteil Buruburu habe ich mich sehr wohl gefühlt. Auch mit den Erfahrungen, die ich in den Spitälern sammeln durfte, bin ich sehr zufrieden. Ich habe dort Erlebnisse gehabt, die ich nie vergessen werde, und konnte einen authentischen Einblick in das kenianische Gesundheitswesen gewinnen.
Genau das habe ich mir von diesem Einsatz erhofft. Ich bin froh dass ich durch diese Erfahrung ein Einblick hatte wie das Leben und die Arbeit in Kenia funktionieren, welche Herausforderungen es gibt und wie die Menschen damit umgehen.
Ich nehme viele schöne Erinnerungen, Erfahrungen und Eindrücke mit nach Hause. Besonders dankbar bin ich für all die Menschen, die ich kennenlernen durfte und von denen ich viel lernen konnte.
Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich habe ich von dieser Reise profitiert. Die Zeit in Kenia hat meinen Horizont erweitert und mir gezeigt, wie unterschiedlich Menschen leben und arbeiten können.
Da ich mir im Vorfeld bewusst keine zu konkreten Vorstellungen gemacht habe, wurde ich weder positiv noch negativ überrascht. Ich hatte mich jedoch vor der Reise gut über Kenia informiert, was mir vieles erleichtert hat.
Dadurch konnte ich manche Situationen besser einordnen und war von gewissen Umständen weniger überrascht oder geschockt. Trotzdem ist es etwas ganz anderes, ein Land selbst zu erleben, als nur darüber zu lesen oder Berichte anzuschauen.
Besonders positiv in Erinnerung bleiben mir die Offenheit und Herzlichkeit vieler Menschen, die wir während unserer Reise kennenlernen durften. Ich habe mich an vielen Orten willkommen gefühlt und wurde oft freundlich unterstützt, wenn ich Fragen hatte oder Hilfe brauchte.
Ausserdem haben mich die wunderschöne Natur, die Tierwelt, die vielfältige Kultur und die vielen spannenden Begegnungen beeindruckt. Die Safari in der Masai Mara, die Zeit am Diani Beach und die Einblicke in den Alltag der Menschen in Nairobi gehören zu meinen persönlichen Highlights.
Insgesamt war die Reise eine einmalige Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde.
Etwas schwierig fand ich, dass ich sehr häufig als „Muzungu“ bezeichnet wurde. Allgemein als Frau wurde man oft von Männern angesprochen, was teilweise auch nur freundlich gemeint war, teilweise fühlte ich mich dadurch aber auch unwohl.
Zudem gab es während unseres Aufenthalts in Diani ein negatives Erlebnis, das mir gezeigt hat, dass man als Frau , besonders auf Reisen stets aufmerksam bleiben sollte. Grundsätzlich habe ich mich in Kenia zwar sicher gefühlt, trotzdem ist es wichtig, auf sich selbst und seine Umgebung zu achten.
