Als Supernurse mache ich mich auf den Weg nach Kisumu, Kenya. Am 1. Juni 2026 reise ich vom Zürich nach Istanbul und anschliessend nach Nairobi und Kisumu. Ich reise zusammen mit meiner Freundin Maria. Insgesamt sind wir fast 18 Stunden unterwegs. Ich freue mich auf all die Eindrücke, die mich in Kenya erwarten.
Ich möchte durch Supernurse in die Kultur eintauchen und Menschen authentisch begegnen. In Kisumu werden Maria und ich im Projekt Jevivo, von Elena und Dominik, als Freiwillige arbeiten. Wir packen überall an, wo es nötig ist und freuen und auf abwechslungsreiche Tätigkeiten.
Zürich
Kisumu
Ich musste das Visa selber beantragen. Dank der Hilfe von Elena konnte ich das problemlos machen. Sie hat uns ein Einladungsbrief geschickt und damit war es sehr einfach, das Visa zu beantragen. Innerhalb von 3 Tagen habe ich es dann bereits bekommen.
Aufgrund meiner Reisen im letzten Jahr musste ich nicht allzu viel Impungen nachholen. Trotzdem habe ich mich zur Sicherheit nochmals beim Hausarzt informiert. Folgende Impungen waren empohlen: Gelbfieber, Tollwut, Typhus, Hepatitis A und B. Zugleich habe ich die Malariaprophylaxe mitgenommen.
Ich habe mich beim EDA über die Einreisebestimmungen für Kenya informiert. Man braucht einen aktuellen Pass und ein Visa. Da in den Nachbarländern das Ebola Virus ausgebrochen ist gibt es besondere Screenings bei der Einreise.
Vor der Reise hatte ich noch einiges zu erledigen. Ich musste noch eine Arbeit für mein Studium abgeben und war bis zuletzt damit beschädtigt. Umso mehr freue ich mich jetzt auf die Reise. Weiterhin war mir wichtig, dass ich nochmals meine Familie und Freunde besuchen kann.
4-5 T-Shirts, 4 Hosen, Nessecaire mit den wichtigsten Sachen wie Medikamente, Zahnbürte, Sonnenschutz, Verbandmaterial usw. Witerhin habe ich Unterwäsche, Bikini und Pijama eingepackt. Ich habe Sneakers angezogen und noch Sandalen mitgenommen.
Ich freue mich auf all die Begenungen und auf die Kultur. Durch das Projekt gelingt es mir, einen authentischen Einblick in das Leben der Menschen zu bekommen. Darauf freue ich mich am meisten. Ich freue mich, den Menschen zu helfen und mich von allen inspirieren zu lassen.
Da das Ebola Virus vor einigen Wochen in den Nachbarländern DRK und Uganda ausgebrochen ist, habe ich mir Sorgen gemacht, dass die Reise nicht möglich ist. Auch jetzt begleitet mich eine Unsicherheit, dass das Virus auch in Kenya ausbricht.
Ich hoffe, dass ich viel Gutes tun kann und dass ich lerne, dass es nicht viel braucht, um Zufrieden zu sein. Weiterhin erhoffe ich mir einen Einblick in das Gesundheitssystem in Kenya und damit auch eine Erweiterung meiner Erfahrungen.
Beim Abflug hatten wir 1 h Verspätung. In Istanbul war die Umsteigzeit sehr knapp und somit haben wir unser Anschlussflug verloren. Maria und ich mussten dann ein wenig inprovisieren aber dank unsere Fluggesellschaft konnten wir problemlos den Flug nach Nairobi und Kisumu für den nächsten Tag umbuchen. Für uns hat es eine zusätzliche Übernachtung in Istanbul gegeben.
Ausser unser Problem mit den Flügen habe ich keine Herausforderungen bei der Einreise erlebt. Ich hatte alle Dokumente immer griffbeteit und so ging alles problemlos. Die Mitarbeiter der Fluggesellschaft waren zuvorkommend.
Wir hatten beteits zuvor alle Daten der Kontaktpersonen und standen regelmässig in Kontakt mit ihnen. Wir informierten sie über unsere Verspätung und ungeplanten Stop in Istanbul und alles ging unkompliziert. Vor Ort haben wir die Kontaktperson, Clifford, problemos gefunden.
Clifford hat uns am Flughafen empfangen und uns in die Stadt Kisumu geführt. Da konnten wir noch einige Sachen organisieren (Wasser, SIM-Karte usw.). Anschliessend sind wir nach Shikumu gefahren, dort wurde uns unsere Gastfamilie vorgestellt. Wir konnten uns anschliessend noch ausruhen und dann ging es bereits zum Projekt.
Maria und ich teilen uns ein Zimmer. Das Zimmer ist klein aber frein. Es hat einen Stromzugang, eine abschliessbare Schublade und einigermassen bequeme Betten. Insgesamt leben 11 Personen bei der Gastfamilie, somit ist immer was los.
Die Infrastrukturen und Sanitäranlagen sind vergleichsweise zur Schweiz mangelhaft vorhanden. Wir haben eine Stehtoilette bei der Gastfamilie, es fehlt fliessendes Wasser. Im Projektgelände hat es jedoch Duschen und normale Toiletten, die uns zur Verfügung stehen.
Die Gastfamilie wirkte zu Beginn ein wenig zurückhaltender und schüchtern. Am Abend habe ich mit den Kinder gespielt oder bei der Zubeteitung des Essens geholfen. Anschliessend haben wir zusammen zu Abend gegessen. Ich wurde schnell von der Familie aufgenommen.
Ich arbeite im Projekt Jevivo von Elena und Dominik mit. Das Projekt unterstützt durch Entwicklungsprogramme die Lebensbedingungen der Menschen im Gebiet von Shikumu. Das Projekt umfasst eine kleine Schule, eine Krinderkrippe und landwirtschaftliches Gebiet mit Gemüseanbau. Weiterhin bestehen aktell Bauarbeiten einer grösseren Schule, um das Angebot zu erweitern.
Im Alltag helfe ich in der Kinderkrippe bei der Betreuung der Kleinkinder sowie bei der Zubereitung der Mahlzeiten. In der Schule helfe ich der Lehrerin und unterstütze die Kinder beim Lernen. Auf dem Feld ernte ich das Gemüse und mache Gartenarbeit.
Mir gefällt vor allem die Arbeit mit den Kindern. Die Kinder sind sehr lebendig, offen und spielerisch. Auch wenn wir nicht die gleiche Sprache sprechen, können wir uns gut verständigen.
Durch eine Kooperation zwischen Jevivo und den St. Pius Musoli Health Center konnte ich einige Wochen im lokalen Krankenhaus helfen. Dabei habe ich vorallem viele Schwangerschftsuntersuchungen unf Kinderimpfungen gemacht.
Zu Beginn hat mit teilweise die Struktur gefehlt. Manchmal habe ich nur wenige Anweisungen bekommen und das hat dazu geführt, dass ich nicht immer
wusste, was ich genau machen sollte. Nach einer gewissen Routine hat sich jedoch diese Unsicherheit schnell gelegt und ich hatte dadurch viel Freiheit mein Tag und Arbeit zu gestalten.
Das Hauptteam besteht aus einer Lehrerin, Edith. Sie unterrichtet die Kinder in der Schule. Zwei weitere Frauen, Michelle & Vivien, betreuen die Kinder in der Krippe und bereiten die Mahlzeiten zu. Aufgrund der Bauarbeiten sind aktuell noch weitere Personen involviert. Alle vom Team sind nett unf hilfsbereit.
Im Krankenhaus bestand mein Team aus 5-10 Personen. Meine Ansprechsperson war Faith, sie war die leitende Pflegefachfrau.

Am Wochenende machen wir meistens zusammen mit der Familie kleine Ausflüge. Unter der Woche bleibt nich viel Freizeit zur Verfügung. Nachdem wir vom Projekt zur Gastfamilie zurückkommen helfen wir meisten in der Gastfamilie bei der Zubereitung des Essens oder spielen mit dem Kindern. Ich verbringe gerne Zeit mit der Familie, so lerne ich ihre Kultur und Bräuche kennen. Es ist für mich Eindrücklich zu sehen, wie das Leben hier sich von meinem Leben in der Schweiz unterschridet.
Wir haben unterschiedliche Sehenswürdigkeiten besucht. Zusammen mit der Familie und Clifford haben ich den Kakamega Rainforest besucht, den Maasai Mara Nationalpark und die Stadt Kisumu. Meine Reise habe ich mit ein paar Tagen in Mombasa am Strand beendet.
Das Projektgelände ist gerade neben der Gastfamilie, so dass ich mich im Dorf und in der näheren Umgebung zu Fuss bewegen können. Bei längeren Strecken ausserhalb des Dorfes werden wir meistens vom Vater der Gastfamilie gefahren oder es wied für uns ein Pikipiki organisiert. Öffentliche Verkehrsmittel sind im Dorf nicht wirklich zugänglich. Im näheren Hauptort, Ikolomani, gibt es jedoch Kleinbusse, die wir auch schon benutzt haben.
Da es zu Hause bei det Gastfamilie kein Wifi gibt musste ich eine e-SIM kaufen. Wir sind bei Ankunft in einem Safaricom Laden gegangen, dort wurde alles für uns eingerichtet. In der App kann ich problemos mehr GB kaufen und somit bin ich sehr flexibel.
In der Nähe des Dorfes gibt es keine Bars. es ist zwar möglich, Alkohol zu kaufen und zu konsumieten, jedoch nicht gewöhnlich. In der Stadt Kisumu gibt es einige Bars, jedoch hatte ich nicht die Möglichkeit und das Bedürfnis diese auszuproblieren.
In der Umgebung des Dorfes gibt es keine Seen oder Flüsse, welche begebbar sind. Die Stadt Kisumu liegt gerade am Viktoriasee, hier wird nicht empohlen zu schwimmen. An heissen Tagen kühle ich mich am Besten mit einer kalten Dusche ab, welche sich auf dem Projektgelände befindet.
Da wir uns bei der Gastfamilie befinden, bekommen wir echte, authentische kineanische Gerichte serviert. Am liebten habe ich Chapati und Ugali. Ich durfte bereits bei der Zubereitung einzelner Mahlzeiten behilflich sein.





Als Supernurse habe ich die meiste Zeit im Projekt mitgeholfen. Die Community care hat mir am meisten Spass gemacht. Dabei habe ich viele Einheimische kennengelernt und die Kultur erlebt. Die Arbeit im Krankenhaus war für mich sehr Eindrücklich und ich konnte ganz viel von meinen Arbeitskolleg:innen lernen. Weiter hatte ich eine Einblick in die gesundheitlichen Probleme der Bevölkerungen.


Meine Erwartungen wurde in generell übertroffen. Ich konnte in der Kultur eintauchen und habe viel für mein berufliches und privates Leben mitgenommen. Der Abschied von der Gastfamilie und der ganzen Community sowie vom Krankenhaus ist mir nicht leicht gefallen.
Ich trage all die schönen Begegnungen und Beziehungen mit den Menschen in Kenya in meinem Herzen mit mach Hause. Die gewonnenen Erfahungen sind wohl das Wertvollste, was ich mit nach Hause nehme. Für meine Familie und Freunde habe ich noch kleine Souveniers gekauft und für mich Chai Tee.
Die Lebensart und Realität hier in Kenya unterschedet sich massgeblich von unsere in der Schweiz. Im Krankenhaus wurde ich viel mit Infektionskrankheiten wie HIV und Tuberkulose konfrontiert, welche in Europa bereits lange Zeit nicht mehr aktuell sind. Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie vor allem HIV präsent ist und wie die Betroffenen oft unter einem grossen Stigma leiden.
Als positive Erfahubg nehme ich vor allem die Kultur mit und die Art wund Weise wie die Menschen leben und untereinander Agieren. Die Menschen in Kenya sind sehr freundlich, kontaktfreudig und hilfsbereit. Das Leben hier ist weniger leidtungsorintiert, es orientiert sich mehr ans gemeinsame Zusammenleben und an zwischenmenschlichen Beziehung. Die Menschen sind sehr stolz auf ihr Besitz und ihre Familie und sind sehr dankbar und gastfreundschaftlich.
Da ich in einer leistungsorientierten und effizienten Gesellschaft aufgewachsen bin hat es mich manchmal gestört, dass alles langsam voranging. Pünktlichkeit ist keine Norm. Die effizienz bei gewissen Arbeitsabläufen hat mich gestört, da oft mit Wartezeiten zu rechnen war.