Ich mache am 25.10. auf dem Weg nach Kenia, Nairobi.
Mein Flug startet am Morgen in Basel und und ich habe eine Zwischenlandung in Frankfurt, da habe ich dann zwei Stunden Zeit für den anschliessenden Flug nach Nairobi.
Der Flug wäre ursprünglich am 24.10. geplant gewesen, der wurde jedoch von der
Fluggesellschaft einen Abend vorher gestrichen.
Ich habe mir zum Ziel gesetzt, das Gesundheitssystem in Afrika kennenzulernen und zu erfahren, wie dort mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen wird. Außerdem möchte ich gerne mit Kindern arbeiten, zum Beispiel in einem Waisenhaus. Ich möchte dort helfen, wo ich kann, egal, ob physisch oder emptional. Mir ist bewusst, dass wie hier in der Schweiz sehr priviligiert leben und möchte mein Bewusstsein dafür noch einmal schärfen und mehr zu schätzen wissen.
Basel-Mulhouse-Freiburg
Nairobi Jomo Kenyatta
Ich musste nur die ETA beantragen. Dafür erhältst du ca. drei Wochen vorher einen Einladungsschreiben von der Partnerorganisation in Nairobi. In dem Schreiben stehen die nötigen Angaben, die du bei der Beantragung angeben musst. Du solltest die ETA nicht allzu früh beantragen.
Für Kenia gibt es keine Pflichtimpfungen. Am besten vereinbarst du früh genug einen Termin beim Tropeninstitut. Die Mitarbeiter können dich bestens beraten, welche Empfehlungen es gibt. Du kannst jedoch selbst entscheiden, für welche du dich entscheidest.
Für die Einreise ist ein gültiger Reisepass erforderlich, der noch mindestens sechs Monate über das Reise hinaus gültig ist, sowie eine elektronische Reisegenehmigung - ETA, diese am besten online ca. 2-3 Wochen vor der Reise beantragen. Ausserdem ist Rück- oder Weiterflugticker erforderlich.
Mir war es wichtig, mich vorher von meiner Familie und meinen Freunden zu verabschieden und alles Wichtige für die Reise zu besorgen, inklusive Spendenartikel und Geschenke für die Gastfamilie.
Außerdem habe ich meine Wohnung so gut wie möglich aufgeräumt und geputzt, damit ich, wenn ich wiederkomme, einen freien Kopf habe.
Mir war auch wichtig alle meine Rechnungen vor der Reise zu begleichen.
Ich habe Kleidung für die Zeit in Nairobi, für die letzte Woche in Diani Beach und für die Safari eingepackt. Außerdem habe ich noch Medikamente dabei. Malariaprophylaxe, Antihistaminikum, Schmerzmittel, Mückenspray und Fenistil. Für das Spital habe ich Handschuhe, Mundschutz, sterile Abdecktücher und Kleidung, Schreib- und Malsachen sowie Plüschtiere für die Kinder dabei. Für die Gastmama habe ich verschiedene Schokoladen eingepackt, Ovo Crunchy ist sehr beliebt.
Am meisten freue ich mich auf den Einblick in das Leben, die Arbeitswelt und die Kultur in Nairobi. Ich freue mich auf die Menschen, die ich dort kennenlerne – sowohl Einheimische als auch andere Freiwillige und auf den Austausch mit ihnen.
Ich habe keine Angst, ich habe eher Respekt. Ich habe Respekt vor dem, was auf mich zukommt uns vor der Art und Weise wie ich mit den Umstendwn umgehe bzw. klarkomme. Ich hoffe auch, dass ich mich mit der Gastfamilie gut verstehen und mich doet wohl fühlen werde.
Ich habe nicht wirklich Vorstellungen. Ich habe mir vorgenommen ohne Erwartungen zu gehen und für alles offen zu sein. Ich denke, das ist der einfachste Weg, um sich einzuleben, wirklich offen zu bleiben und Situationen so hinzunehmen, um am Ende nicht enttäuscht zu sein.

Mein Flug von Basel nach Frankfurt hatte etwas Verspätung, weshalb es mit dem Anschlussflug knapp wurde. Letztendlich hat es jedoch noch gut. Ansonsten waren die Flüge in grossem und ganzen recht angenehm.
Bei der Einreise gab es keine Probleme. Wichtig ist, das Visum und die Einladung ausgedruckt dabei zu haben. Obwohl sich vor mir keine lange Schlange bildete, dauerte es relativ lange, bis ich an der Passkontrolle dran war. Das war für mich jedoch nicht so schlimm, weil ich das schon aus den anderen Erfahrungsberichten herausgelesen hatte und mich dementsprechend darauf eingestellt hatte.
Das verlief problemlos.Maurice hat mir am Morgen geschrieben, dass ich ihm eine Nachricht schicken soll, wenn ich durch die Passkontrolle durch bin. Bevor ich landete, hat er mir noch einmal geschrieben, dass er aufgrund eines Unfalls im Verkehr etwas Verspätung haben wird und ich im Costa Caffe warten soll. Das Café befindet sich gleich links neben dem Ausgang.
Maurice ist super lieb und herzlich!
Er holte mich mit einer anderen Freiwilligen ab, die mit ihrem Projekt weiter weg von Nairobi fertig war. Sie war auch sehr herzlich und konnte mir schon von ihren Eindrücken erzählen. Durch die beiden war die Ankunft sehr angenehm.

Das Haus von Angela ist sehr heimelig. Durch Angelas sympathische und angenehme Art fühlt man sich schnell sehr wohl. Die anderen Volunteers sind sehr nett was den Aufenthalt auch vereinfacht und man kann sich austauschen. Mein lieblingsort ist der vorplatz, da kann man super entspannen, die sonne geniessen und sich mit den anderen unterhalten.
Es gibt nicht wirklich was, was mir nicht gefällt. Es ist sauber und mit allem ausgestattet was nötig ist. Das Haus liegt in der Umgebung von Buru Buru. Auch dort fühlt man sich wohl. Es gibt dort auch Märkte und Einkaufsmöglichkeiten, sogar einen Supermarkt, der rund um die Uhr geöffnet hat. Das Office ist auch nur wenige Gehminuten entfernt. Ich bin sehr dankbar für diese Unterkunft und die Gastmama Angela.
Angela ist sehr liebevoll, warmherzig und herzlich. Schon bei meiner Ankunft habe ich ihre Wärme gespürt und mich sofort wohlgefühlt. Sie ist stets darum bemüht, dass man sich wohlfühlt, und erkundigt sich jeden Tag nach dem Befinden und wie der Tag war. Sie hat immer ein offenes Ohr. Sie möchte auch keine Hilfe Abends wenn sie für uns kocht. Sie sagt, wenn wir tagsüber in unseren Projekten tätig sind, hat sie Zeit, sich auszuruhen. Abends ist es unsere Zeit, wir können uns von ihr bekochen lassen und uns ausruhen. Ihr ist bewusst, dass der Anfang für viele etwas schwierig sein kann da es eine ganz neue Situation und ein neues Umfeld ist, deshalb ist es ihr wichtig es den Volunteers so angenehm und heimelig wie möglich zu machen. Sie hostet wirklich von ganzem Herzen.





Ich war eine Woche im MMM und eine Woche im Waisenhaus Mumslove tätig.
Im MMM hat mir gut gefallen, dass ich jeden Tag selbst entscheiden durfte, in welchen Bereich ich hineinschnuppern möchte. Somit konnte ich jeden Tag einen anderen Einblick gewinnen und verschiedene Tätigkeiten ausüben. Im Waisenhaus war es ziemlich flexibel und wir konnten täglich selbst entscheiden, wie wir den Tag mit den Kindern gestalten. Es war sehr beeindruckend und berührend zu sehen, wie zusammenhaltend die Kinder miteinander umgehen und wie die Grösseren auf die Kleineren aufpassen.
Die Arbeitsmaterialien und die Hygienestandards waren teilweise anders als in der Schweiz gewohnt. Manchmal gab es leider nicht viel zu tun, wodurch man sich etwas nutzlos fühlte. Das wusste ich jedoch bereits aus den anderen Berichten.
Das Team im MMM war sehr freundlich, hat mir alles erklärt und mich bei der Arbeit so gut es ging miteinbezogen.
Im Mumslove gab es keine wirkliche Einführung, jedoch hatte Favour, die jeden Tag dort ist, immer ein offenes Ohr und war sehr freundlich. Auf meinen Wunsch hin hat sie mir zusammen mit einer Lehrerin auch die Schule gezeigt und den Aufbau erklärt.




liebsten verbringe ich meine Zeit zu Hause auf dem Vorplatz mit den anderen Volunteers oder auch alleine. Die Konversationen mit Angela mochte ich sehr gerne. Ansonsten war ich gerne mit den anderen Volunteers unterwegs, sei es, um Kaffee zu trinken, über den Markt zu schlendern, durch den Karura Forest zu spazieren oder an der Kaffeeplantagen-Tour teilzunehmen. In Buru Buru, wo Angelas Haus liegt bin ich auch gerne spazieren und in den Supermärkten einkaufen gegangen.
Der KICC Tower bietet eine tolle Aussicht auf Nairobi. Ansonsten war das Giraffencenter ein tolles Erlebnis, weil man dort die Giraffen füttern kann. Der Karura Forest eignet sich hervorragend für Spaziergänge und um Zeit in der Natur zu verbringen. Die Märkte sind ebenfalls immer ein aufregendes Erlebnis. Diani Beach bietet einen wunderschönen weissen Sandstrand und türkisblaues Wasser. Mein Highlight war die Safaritour in der Masai Mara – ein unvergessliches Erlebnis.
Da sich beide Projekte in den Slums befanden und man mit dem Auto nicht immer gut durch alle Strassenverhältnisse kommt, bin ich immer von einem Piki-Piki-Fahrer gefahren worden. Das hat echt Spaßmss gemacht, der Fahrer ist sehr sicher gefahren und war sehr freundlich. Ansonsten war ich mit Uber unterwegs, was immer super geklappt hat.
Bei der Citytour konnte ich mir eine SIM-Karte besorgen, sodass ich überall eine Verbindung hatte und diese meistens wirklich sehr gut funktionierte . Ansonsten hatten wir in Angelas Haus einen guten WLAN-Zugang.
Ich war zweimal in der 270 Rooftobbar in den Westlands, welche mir die anderen Volunteers gezeigt haben. Einmal abends zum Essen und einmal am Nachmittag. Von dort aus sieht man einen wunderschönen Sonnenuntergang und die Aussicht ist bei Tag und Nacht wunderschön. Ansonsten war ich noch mit den anderen Volunteers in einem anderen Café in den Westlands, Le Petit Grenier. Die haben super Kaffee dort. Das „The River Café“ im Karura Forest hat mir auch sehr gefallen!
In Nairobi selbst gibt es keine Bademöglichkeiten. Dafür fährt man am besten an die Küste, beispielsweise nach Mombasa oder Tansania. Mit dem Flugzeug erreicht man beide Orte in einer Stunde, mit dem Zug nach Mombasa dauert die Fahrt ca. fünf Stunden. Ich war für drei Tage in Diani Beach, es ist wunderschön dort.
Das beste Essen gibt es bei Angela zu Hause. Sie kocht jeden Abend mit viel Liebe für uns. Meistens kocht sie kenianische Gerichte, manchmal gibt es auch Nudeln. Ansonsten ist das Essen in der 270 Rooftop Bar ebenfalls sehr gut.









In der ersten Woche war ich in einem
Medical Health Center namens MMM im Ukuru-Slum tätig. Dort habe ich unter anderem Blut abgenommen, verschiedene Laboruntersuchungen durchgeführt, bei der Dokumentation geholfen, Babys gewogen und ihre Größe gemessen, verschriebene Medikamente abgegeben und bin bei den Konsultationen dabei gewesen.
In der zweiten Woche durfte ich im Waisenhaus Mums Love im Soweto-Slum tätig sein. Dort habe ich vor allem Zeit mit den Kindern verbracht, mit ihnen gespielt, getanzt und gemalt. Zum Teil durfte ich bei der Vorbereitung des Essens mithelfen.
In beiden Projekten konnte ich auf verschiedene Weise Einblicke in das Leben und die Probleme der Menschen vor Ort gewinnen.
Ich habe versucht, diese Reise mit so wenigen Erwartungen wie möglich zu unternehmen. Es sind definitiv andere Umstände und es ist ungewohnt, ständig angeschaut zu werden, aber man gewöhnt sich nach ein paar Tagen daran. Es ist eine unglaubliche und wertvolle Erfahrung, die einem viel Wachstum, Freude und Dankbarkeit schenkt.
Ich nehme viele tolle Erinnerungen mit und bin sehr dankbar für die Erlebnisse und die Menschen, die ich in diesen drei Wochen kennengelernt habe. Die Lebensweisheiten „pole pole” (langsam, langsam) und „hakuna matata” (keine Probleme) nehme ich definitiv auch mit. Natürlich durften auch Souvenirs für meine Familie, Freunde und mich zur Erinnerung nicht fehlen.
Da ich die anderen Erfahrungsberichte gelesen hatte, wusste ich bereits, dass es teilweise nicht wirklich viel zu tun gab. Es gab aktive und weniger aktive Tage. Im Allgemeinen ist es ganz anders, hautnah zu sehen und zu erleben, wie die Menschen dort zum Teil leben, vor allem in den Slums. Es ist wiederum schön zu sehen, wie sie mit wenig zurechtkommen und sich zu helfen wissen.
Positiv war, wie bereits erwähnt, die Lebenseinstellung der Kenianer, trotz ihrer Lebensumstände. Diese ruhigere Lebensart kennen wir durch unseren hektischen Arbeitsalltag in der Schweiz gar nicht. Die gesamte Reise war eine äußerst bereichernde Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin.
Negatives gibt es für mich nichts zu sagen. Es war teilweise schwierig, die Armut zu sehen und nicht allen helfen zu können – vor allem mit dem Wissen, wie ich selbst leben darf und wie privilegiert wir mit unserem Standard in der Schweiz sind.

